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Do, 19.09.2019„Dem Leben Brücken bauen“

Foto: www.interkulturellewoche.de

Die Eröffnung der Interkulturellen Woche 2019 in Niedersachsen findet am Sonntag, 22. September, in der Oldenburger St. Lamberti-Kirche statt. Der Eröffnungsgottesdienst um 17 Uhr steht unter dem Motto „Dem Leben Brücken bauen“. Einladende sind die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen und die Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Die Predigt (zu Lk 18,1-8) hält Bischof Thomas Adomeit.

 

„Kirchengemeinden, Wohlfahrtsverbände, kulturelle Einrichtungen und zivilgesellschaftliche Initiativen bearbeiten ausdauernd und höchst engagiert die mit Flucht und Zuwanderung verbundenen Herausforderungen. Damit tragen sie dazu bei, das friedliche Zusammenleben als bleibende Aufgabe anzunehmen. Mit der Interkulturellen Woche 2019 wollen wir dieses Engagement in aller kulturellen und religiösen Vielfalt vor Ort sichtbar machen und würdigen“, sagen die Bevollmächtigte der Konföderation, Oberlandeskirchenrätin Andrea Radtke, und Bischof Thomas Adomeit.

 

„Rund 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges hat noch immer jeder vierte Deutsche einen familiären Bezug zu Flucht und Vertreibung. Das Thema ist für uns weder ausgestanden noch überholt. Es steht vielmehr in Wechselbeziehung mit den Bildern, die uns aus dem Nahen Osten, Nordafrika und vom Mittelmeer erreichen. Den Heimatlosen und Entwurzelten Schutz zu geben – das galt es 1945 und das gilt es 2019. Die interkulturelle Woche der evangelischen Kirche macht darauf aufmerksam“, betont Editha Westmann, Landesbeauftragte für Heimatvertriebene, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler, MdL, die am Sonntag die niedersächsische Landesregierung im Eröffnungsgottesdienst vertreten wird.
 

Am Gottesdienst wirken weiterhin mit: Monsignore Bernd Winter, Bischöflich-Münstersches Offizialat, Vechta; Landeskirchenmusikdirektorin Beate Besser, Pfarrerin Brigitte Gläser, Leiterin der Akademie der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg; Pfarrer Olaf Grobleben, Beauftragter für Ethik und Weltanschauungsfragen sowie Islambeauftragter der oldenburgischen Kirche; und Pfarrer Christian Lühder aus Oldenburg.

 

Im Anschluss an den Gottesdienst findet ein Empfang im Vestibül der St. Lamberti-Kirche statt. Die Landesbeauftragte für Heimatvertriebene, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler, Editha Westmann, wird ein Grußwort im Namen der Landesregierung sprechen. Weitere Grußworte sind geplant von Monsignore Bernd Winter, Bischöflich-Münstersches Offizialat in Vechta, und Oberlandeskirchenrätin Andrea Radtke für die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen.

 

Interkulturelle Woche 2019
Die Interkulturelle Woche ist seit 1975 Jahren ein ökumenisches Projekt der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Deutschen Bischofskonferenz und der Orthodoxen Bischofskonferenz. Die Kirchen haben sich dabei immer auch politisch positioniert. Die Interkulturelle Woche wird von Kirchen und Religionsgemeinschaften, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und -beauftragten und Migrantenorganisationen unterstützt und mitgetragen.

 

Bundesweit steht die 44. Interkulturelle Woche unter dem Leitthema: „Zusammen leben, zusammen wachsen“ und findet vom 22. bis 29. September 2019 statt. Geplant sind mehr als 5.000 Veranstaltungen an über 500 Orten im gesamten Bundesgebiet.

 

In dem Gemeinsamen Wort zur Interkulturellen Woche 2019 heißt es: „Der Erhalt von Grundrechten und Demokratie geschieht (…) nicht von selbst. Wir sind als Bürgerinnen und Bürger immer wieder neu gefordert, uns dafür einzusetzen, in der Politik, in der Nachbarschaft, in der Kirche, in der Arbeitswelt, in der Freizeit.“ Das Gemeinsame Wort der Kirchen finden Sie unter: www.ekd.de/gemeinsames-wort-der-kirchen-zur-interkulturellen-woche-2019-46292.htm

 

Weitere Informationen zur Interkulturellen Woche finden Sie online unter: www.interkulturellewoche.de

 

Hinweise:
Am Eingangsportal zur Lamberti-Kirche wird am Sonntag das Diakonische Werk der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg mit einem „Flüchtlingsboot“ vertreten sein, um auf die Situation der Bootsflüchtlinge im Mittelmeer aufmerksam zu machen. Weiterhin wird der Förderverein Fluchtmuseum Oldenburg e.V. über seine Arbeit informieren.

 

Beispiele für konkrete Initiativen im Rahmen der Interkulturellen Woche:
Begegnungscafe Edewecht im Haus der Begegnung: Hauptstr. 86, 26188 Edewecht (jeweils dienstags von15:30 – 17:30 Uhr, am 3. / 10. / 17. und 24.09.2019
 

Begegnungstreff Wiefelstede, Jugendhaus Freiraum, Am Breeden 7a, 26215 Wiefelstede, Donnerstag, 05.09., 16:00 Uhr
 

Interkulturelles Fest der ev.-luth. Kirchengemeinde Wiefelstede, Rudolf-Bultmann-Haus, Kirchstr. 8, 26215 Wiefelstede, Samstag, 14.09., 15:00 Uhr
 

Arbeitskreis Asyl /Familienbetreuung, Diakoniebüro, Hauptstr. 185, 26689 Apen, Dienstag, 10.09., 18:30 Uhr
 

Info-Stand im Rahmen der Woche der Diakonie: Marktplatz Westerstede, Samstagvormittag, 06.09.
 

„Die Suchenden“, Lesung und Diskussion im Rahmen der IKW, mit Rodrigue Peguy Takou Ndie, Wirtschaftswissenschaftler und Autor, sowie Riadh ben Ammar, Theaterregisseur, beide vom Netzwerk Afrique-Europe-Interact, Globale Gerechtigkeit e. V., Berlin, Mittwoch, 25.09., 18:00 Uhr, Ort: Stadtmuseum, Am Stadtmuseum 4 – 8, Oldenburg, Kosten: 5.- Euro / Studierende frei

 


Hinweis zur inhaltlichen Verantwortung

Inhaltlich verantwortlich für die hier angezeigten Meldungen ist die Pressestelle der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Bei Hinweisen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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